Vegane Milch – Was ist der beste Milchersatz

Vegane Milch als Proteinquelle

Die vegane und vegetarische Ernährung hält zahlreiche Nahrungsmittel zur Abdeckung des täglichen Proteinbedarfs bereit. Etwa Hülsenfrüchte und Nüsse eignen sich hervorragend, diesen Bedarf zu decken und sind mittlerweile in der veganen Welt absolut unverzichtbar.

Eine weitere Möglichkeit, ausreichend Proteine mit der Ernährung aufzunehmen, ist das Konsumieren von Milch. Veganer und Vegetarier zählen auf vegane Milch: der Fett- & Eiweißgehalt dieses Milchersatzes ist gleichermaßen hoch und es wird ausschließlich auf pflanzliche Rohstoffe zurückgegriffen. 

Milchersatz – die veganen Alternativen

Vegane Alternativen zur Milch sind längst in den örtlichen Supermärkten angekommen, viele Lebensmittelgeschäfte führen Sojamilch und weitere Sorten der veganen Milch in ihrem Sortiment.

Mit einem veganen Milchersatz gibt es keinen Grund mehr, auf das morgendliche Müsli mit Milch oder auf eine leckere Milchkaffeespezialität zu verzichten!

Warum vegane Milch?

Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für einen Milchersatz? Die Gründe dafür sind vielfältig. Etwa 15% der Deutschen leiden unter Laktoseintoleranz, also an einer Unverträglichkeit des in der Milch enthaltenen Milchzuckers. Für diese Menschen ist vegane Milch eine wunderbare Alternative zur Milch, da diese aus pflanzlichen Stoffen hergestellt wird und keine Laktose enthält. Es gibt noch weit mehr Gründe, freiwillig auf Milch tierischen Ursprungs zu verzichten.  

Kuhmilch ist in der Vergangenheit mehrfach in Verruf geraten. Einige Studien gingen sogar von einer gesundheitsschädlichen Wirkung der Milch aus. Der Milchersatz in Form von veganer Milch bietet die beste Alternative, da die enthaltenen pflanzlichen Vitalstoffe zu einer gesunden Ernährung beitragen.      

Vegane Milch ist eigentlich gar keine

Interessanterweise ist die Bezeichnung „vegane Milch“ nicht ganz korrekt: Laut einer EU-Verordnung darf lediglich Milch tierischen Ursprungs offiziell als „Milch“ bezeichnet werden. Milchersatzprodukte tragen daher oft die Bezeichnung „Drink“ oder „Getränk“. Eine kleine Ausnahme bildet die Kokosmilch, die nach wie vor als Milch bezeichnet werden darf, da diese bereits vor der Verordnung auf dem Markt vorhanden war.

Welcher Milchersatz ist der Richtige für mich?

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Milchersatz Produkten, die Veganer und Gesundheitsbewusste alternativ zur Kuhmilch verwenden können. Dabei hängt die richtige Wahl des Milchersatzes auch von der Verwendung ab. Neben der Verträglichkeit ist selbstverständlich auch der Geschmack ein wichtiges Kriterium. Hier kannst du dich über unterschiedliche Varianten von veganer Milch informieren und selbst entscheiden.

Sojamilch – die leichte Variante 

Der wohl bekannteste Vertreter ist der Sojadrink, welcher umgangssprachlich auch als Sojamilch bezeichnet wird. Der aus ganzen Sojabohnen hergestellte pflanzliche Milchersatz ist mittlerweile in den meisten Handelsketten erhältlich.

Der Sojadrink kommt in zahlreichen Gerichten der traditionellen chinesischen Küche vor und ist derzeit auch in Japan sehr beliebt.

Unschlagbarer Vorteil des Sojadrink ist der vergleichbar hohe Eiweißgehalt zu tierischer Milch und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Der Sojadrink kann in den meisten Rezepten als Ersatz für Kuhmilch verwendet werden. Der Eigengeschmack der Sojamilch ist eher süßlich und weist eine leichte Soja Getreidenote auf. Der geringere Fettanteil ermöglicht außerdem eine besonders kalorienarme Ernährung.

Auch wenn der Sojadrink mittlerweile eine recht große Verbreitung erlangt hat, sind viele Menschen von einer Soja Unverträglichkeit betroffen. In diesem Fall gibt es selbstverständlich viele leckere vegane Alternativen, über die du dich hier informieren kannst.  

Mandelmilch – die nussige Variante

Wer auf Sojamilch verzichten möchte, kann auch auf den milden, leicht nussigen Geschmack von Mandelmilch setzen. Der Mandeldrink eignet sich aufgrund des Geschmacks perfekt für die Verwendung in Müsli oder Shakes. Für sportlich Begeisterte empfiehlt sich das Anrühren von veganem Eiweißpulver mit der leckeren Mandelmilch.

Mandelmilch oder Mandeldrink ist ein typisches sizilianisches Getränk, das auch in der spanischen Küche weit verbreitet ist. Mittlerweile ist der Mandeldrink auch in den meisten Handelsketten in Deutschland erhältlich.

Mandelmilch trägt zu einer wertvollen pflanzlichen Ernährung bei, da zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente in den Mandeln vorhanden sind. Auch die ungesättigten Fettsäuren sind bekannt für ihren äußerst positiven Einfluss auf die Gesundheit und sind in der Mandelmilch vielfach vorzufinden.

Hafermilch – die Power Variante

Für noch mehr Power sorgt nur noch Hafermilch: Das aus geschroteten, in Wasser aufgekochten Haferkörnern hergestellte pflanzliche Getränk weist einen hohen Proteinanteil auf. Damit ist es perfekt als Energielieferant geeignet und wirkt besonders sättigend. Für Sportler sorgt veganes Eiweißpulver, gemischt mit dem proteinreichen Haferdrink für die nötige Energie! Auch für Suppen und Smoothies ist Hafermilch bestens geeignet.

Der Haferdrink lässt sich geschmacklich am besten als dezent und mild beschreiben und kommt der tierischen Milch sehr nahe. Eine weitere Besonderheit sind die cholesterinsenkenden Eigenschaften, die das Hafergetreide mitbringt. Genauso wie Hafergetreide ist auch die Hafermilch komplett cholesterinfrei.

Es gibt noch viel mehr

Neben den hier vorgestellten veganen Milch Alternativen gibt es noch zahlreiche weitere. Beispielsweise Kokosnussmilch eignet sich hervorragend zur Verfeinerung von Reisgerichten und bringt überdies einen exotischen Geschmack mit. Eine weitere vegane Variante von Milch ist Reismilch oder Reisdrink. Als allergenärmster Milchersatz, eignet sich die Verwendung von Reismilch besonders für Allergiker.

Experimentierfreudige versuchen es mal mit Hanfmilch, Haselnussmilch, Dinkelmilch, Macadamiamilch oder Cashewmilch: Auch in der veganen und vegetarischen Küche lebt das Essen von der Vielfalt!

Selbst gemacht schmeckt immer noch am besten

Grundsätzlich gilt: Selbermachen ist besser als kaufen. Für sämtliche Milchersatz Alternativen gibt es beispielsweise im Internet viele zugängliche Rezepte für die Zubereitung von veganer Milch. Wer sicher sein will, dass keine unerwünschten Zusatzstoffe in der Milch landen, holt sich am besten selbst Nüsse oder Getreide und zaubert in wenigen Schritten seine eigene vegane Milch, die mit Sicherheit den Geschmack der gekauften Variante übertrifft!