Veganes Brot – Diese drei Dinge solltest du beim Kauf beachten

Veganes Brot oder nicht?

Ist Brot tatsächlich immer vegan? Oder lohnt es sich, beim Kauf etwas genauer hinzuschauen?

In diesem Beitrag erfährst du etwas über die Geschichte von Brot und wie du veganes Brot von nicht veganem unterscheidest.

 

Seit wann gibt es Brot eigentlich?

Der Duft von frisch gebackenem Brot und frischen Brötchen lockt so Manchen in heimische Bäckereien. Die Zutaten für das Gebäck sind dabei simpel: Mehl, Wasser, Triebmittel und Salz werden zu einem Teig vermengt, der knusprig im Ofen durchgebacken wird.

Brot ist ein altes Kulturgut. Bereits kurz nach dem systematischen Getreideanbau, der vor etwa 10.000 Jahren begann, wurde gemahlenes Getreide mit Wasser vermengt und auf heiße Steine gelegt. Hier liegt die Wiege des Brotes.

Das Brot wie wir es heute kennen, kommt in riesiger Vielfalt: Roggenbrot, Weizenbrot, Roggen- und Weizenmischbrot, Knäckebrot, Ciabatta, Toastbrot und eine Vielzahl weiterer Sorten sind im Handel erhältlich. Als wichtiges Grundnahrungsmittel ist Brot weiterhin in Deutschland beliebt, was der durchschnittliche Brotkonsum von 45,9 kg je Haushalt im Durchschnitt für das Jahr 2016 nur unterstreicht.

Doch ist Brot eigentlich vegan? Diese Frage haben sich wohl schon sehr viele Veganer gestellt, die Antwort erfährst du in diesem Beitrag.

Ist Brot immer vegan?

Nein. Vor allem bei Untersuchung der Brote aus Großbäckereien fällt auf, dass es sich hier häufig nicht mehr um veganes Brot handelt. Verschiedene Stoffe werden untergemischt, um Änderungen in der Konsistenz oder Haltbarkeit zu erreichen, viele davon sind tierisch.

Vor allem Veganer stellt dies vor eine große Herausforderung beim Einkauf. Welche Brote kann ich im Supermarkt kaufen? Auf welche Inhaltsstoffe muss ich achten, damit es sich auch tatsächlich um ein veganes Brot handelt? Und bietet der Bäcker nebenan auch veganes Brot an?

Erschwerend hinzu kommt, dass das deutsche Lebensmittelgesetz keinerlei Kennzeichnung von Zutaten tierischen Ursprungs fordert. Insofern ist es erschwert als Verbraucher festzustellen, ob das Brot vegan ist oder nicht.

Damit du trotzdem den Überblick behältst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt. 

 

Diese Dinge sollten nicht auf der Zutatenliste stehen

Insbesondere im Bio Bereich finden sich immer wieder Brote, die Backferment enthalten, ein Triebmittel, dass mithilfe von Honig hergestellt wird und demzufolge nicht vegan ist.

Im Gegensatz zu Backferment ist Hefe als Backtriebmittel im Brot völlig vegan. Süße Hefebackerzeugnisse, wie etwa Croissants enthalten jedoch häufig tierische Zutaten, wie bspw. Butter oder Eier.

Auch im Bereich der industriell hergestellten Broterzeugnisse kommt das tierisch erzeugte Cystein zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen Stoff, der aus Borsten und ähnlichen tierischen Stoffen hergestellt wird. Das Mehlbehandlungsmittel ist für Verbraucher an der E-Nummer E 920 in der Liste der Inhaltsstoffe am Produkt zu erkennen.  

Bei Weizenbroten und Brötchen werden überdies gelegentlich auch Milch- und Molkeprodukte verwendet, auch diese Brote wären dann nicht mehr vegan.

Auch bei Laugenstangen und -Brötchen ist Vorsicht geboten: Häufig kommt hier Schweineschmalz zum Einsatz. Auch das Fetten der Bleche mit Schweineschmalz ist in der industriellen Brotherstellung weit verbreitet.

 

Fazit: Es gibt zahlreiche tierische Stoffe, die bei der Herstellung von Brot mitunter verwendet werden, besonders bei industriell gefertigten Backwaren ist Vorsicht geboten.

 

Veganes Brot – Drei Tipps für den Kauf

Wie genau kann ich herausfinden, welches Brot vegan ist? Welches Brot soll ich dann noch kaufen?

  1. Bevorzugt Sauerteig Brot kaufen. Vollkornbrot in seiner reinen Form aus Sauerteig ist fast immer vegan.

Sauerteig wird mithilfe von Milchsäurebakterien und Hefen hergestellt. Milchsäurebakterien haben übrigens nichts mit Kuhmilch gemeinsam, die Bezeichnung ist an dieser Stelle etwas irreführend. Hefe ist ebenso komplett vegan.

  1. Industriell erzeugte Backwaren meiden.

Industriell produzierte Backwaren, wie sie in zahlreichen Supermärkten bereits fertig abgepackt verkauft werden, beinhalten häufig Zusatzstoffe und Zutaten tierischen Ursprungs. Zusatzstoffe sind an den E-Nummern auf der Verpackungsangabe erkenntlich.

  1. Bei Unklarheiten nachfragen

Ist unklar, ob es sich um veganes Brot handelt, sollten Sie bei der Bäckerei oder anderswo direkt nachfragen. Die meisten Bäckereien werden Ihre Fragen über die Zutaten der verschiedenen Brotsorten beantworten können.

 

Veganes Brot ist keine Selbstverständlichkeit

Bei Betrachtung der Grundzutaten von Brot sollte man meinen, dass jedes Brot vegan ist. In der Realität sieht es jedoch oft anders aus.

Die Wahrscheinlichkeit, dass tierische Produkte im Brot enthalten sind variiert sehr stark und hängt unter anderem auch von der Brotsorte ab. Unsere Tipps helfen dir dabei, veganes Brot von nicht veganem zu unterscheiden.

Du möchtest lieber dein eigenes veganes Brot backen? Unter unseren veganen Rezepten findest du Rezepte für veganes Brot, z.B. als Variante mit Pekanüssen. Unschlagbarer Vorteil: Dein Brot ist garantiert vegan und schmeckt noch dazu besonders frisch!

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