Interview mit Patrik Baboumian Teil 2
Fragen zur veganen Sporternährung: Interview mit Patrik Baboumian

Fragen zur veganen Sporternährung: Interview mit Patrik Baboumian Teil 2

Patrik Baboumian beantwortet Eure Fragen zum Thema Veganismus und Sport.

Was sagst du zu Soja, ist es doch schädlich für uns?

Über Soja kursieren eine Menge an Halbwahrheiten und sehr viel Unsinn im Netz. Da gibt es Leute, die behaupten Soja sei gar nicht zum Verzehr geeignet. Wenn Soja ungenießbar wäre, dann glaube ich, dass eine Menge Leute, die Soja zu sich nehmen, schon seit Jahrhunderten Probleme hätten.

Weiterhin wird behauptet, dass Soja nur als Nutzpflanze in traditioneller fermentierter Form verwendet werden soll – das stimmt so auch nicht. Soja wird zwar häufig fermentiert, aber statt fermentieren kann man Soja auch einfach kochen.

Es geht darum, dass Soja in seiner rohen Form als Hülsenfrucht so erstmal nicht genießbar ist. Man muss Soja aufbereiten, um es genießbar zu machen. Die ganze Verunsicherung dabei ist aber völliger Blödsinn. Das was in diesem Kontext über Soja gilt, gilt zum Beispiel auch für Kartoffeln: Wenn ihr euch Kartoffeln so nehmt und roh esst, dann habt ihr auch ein Problem, da Kartoffeln roh genauso ungenießbar sind, wie die meisten Hülsenfrüchte.

Kann ich Soja also bedenkenlos zu mir nehmen ohne mir darüber Gedanken zu machen? Bei Soja und generell bei Hülsenfrüchten gilt, dass problematische Stoffe enthalten sind. Der größte Teil dieser Stoffe wird jedoch durch Aufbereitung (fermentieren, einweichen, kochen, …) stark reduziert. Problematische Stoffe werden durch die Aufbereitung weniger und förderliche Stoffe, wie zum Beispiel Proteine, werden mehr.

Ein weiterer Punkt über Soja sind die enthaltenen Östrogene. Männer sind völlig verunsichert, weil es heißt, dass in Soja Östrogene drin sind. Das stimmt zwar, allerdings handelt es sich hier um pflanzliche Östrogene. Pflanzliche Östrogene sind nicht gleichzusetzen mit tierischen Östrogenen.

Ein weiterer Punkt ist die Menge. Beispielsweise ein Stück Tofu enthält sehr geringe Mengen Östrogene. Damit die Östrogene überhaupt irgendeine Wirkung entfalten können, müsst ihr jeden Tag gigantische Mengen an Soja essen, was eigentlich fast kein Mensch macht.

Als ich von vegetarisch zu vegan umgeschwenkt bin, habe ich ein halbes Jahr sehr große Mengen an Soja zu mir genommen. Im Netz wird vor einer Reduzierung des Testosteronhaushaltes oder vor Brustwachstum bei dem Verzehr von Soja in großen Mengen gewarnt: Ich hatte keine dieser Auswirkungen bei dem häufigen Verzehr von Soja Produkten, trotz hohen Mengen.

Grundsätzlich gilt: Soja ist okay, aber ich würde es damit nicht übertreiben. Ich nehme Soja fast jeden Tag zu mir, aber fast immer in gemäßigter Form. Es gibt eine riesige Palette an Soja Produkten: Ihr könnt Soja Milch kaufen, Tofu, Tempeh und viele weitere vegane Sojaprodukte.

Damit die Menge an verzehrten Soja nicht überhandnimmt, schaue ich beim Protein und insbesondere bei Shakes darauf, dass diese frei von Soja sind. Das ist übrigens auch der Grund, warum das VegiFEEL Proteinpulver sojafrei ist. Leute, die nicht den ganzen Tag nur Soja wollen, erhalten hier eine sinnvolle Alternative.

In Zusammenhang mit Soja wird häufig von großen Monokulturen, Gen-Soja und weiteren, negativbesetzten Begriffen gesprochen. Etwa 90% der gesamten Soja Produktion geht auf die Kosten der Tierindustrie: Soja wird verwendet, um proteinreiches Kraftfutter für die Tiere herzustellen und eignet sich für die Industrie besonders als günstiger Rohstoff.

Ein sehr geringer Teil des gesamten Soja Anbaus ist für den menschlichen Verzehr vorgesehen. Nicht das bisschen Tofu und die Soja Produkte, die wir verzehren führen zu den riesigen Monokulturen, sondern der großflächige Anbau von Soja für die Tierindustrie.

Ein weiterer Punkt ist Gensoja in Sojaprodukten. In Deutschland wird Gen Soja grundsätzlich nicht für Lebensmittel genutzt. Sojaprodukte in Deutschland sind in der Regel Bio Produkte, die in Europa produziert werden. Demzufolge wird auch kein Regenwald für Monokulturen gerodet und Sojaprodukte in Deutschland haben nichts mit Gen Soja zu tun.

Für mich ist Soja eine Pflanze, wie jede andere auch. Wenn es darum geht, die Pflanze zu verteufeln, so ist dies schlichtweg Unsinn. Soja hat Vorteile und Nachteile, genauso wie jede andere Pflanze auch.

Das ganze Video mit Patrik ansehen

Wie war der Wechsel von Vegetarismus zu Veganismus für dich? Wie hast du es geschafft und wie bist du dabei vorgegangen?

Ich habe 6 Jahre für den Wechsel von vegetarisch auf vegan gebraucht. Danach habe ich mich ziemlich geärgert, dass ich so lange gewartet habe. Warum? Ab dem Tag, an dem ich tierische Produkte und insbesondere Milchprodukte weggelassen habe, hat sich so viel in meinem Körper zum Positiven entwickelt.

Ich hatte schon sehr lange chronisches Sodbrennen. Als Vegetarier habe ich Milch immer genutzt, um gegen dieses Problem anzukämpfen. Ich habe Milch getrunken und dann ging das Sodbrennen erstmal weg. Ich habe immer gedacht, ich brauche die Milch, damit ich nicht irgendwelche Tabletten gegen Sodbrennen nehmen muss. 12 Jahre lang habe ich als Kraftsportler immer viele Milchprodukte als Proteinquelle zu mir genommen, auch schon zu den Zeiten, als ich noch Fleisch gegessen habe. Ich habe gedacht, Milchprodukte sind gut für mich und vor allem gegen Sodbrennen.

In dem Moment, als ich vegan geworden bin, war das chronische Sodbrennen weg. Mein ganzes Säureproblem kam eigentlich nur von den Milchprodukten und den tierischen Produkten.

Biologischer Hintergrund ist einfach der, dass tierische Proteine reich an schwefelhaltigen Aminosäuren sind. Wenn schwefelhaltige Aminosäuren verstoffwechselt werden, fällt dabei Schwefelsäure als Nebenprodukt an. Dieses Nebenprodukt hat mich übersäuert und das Sodbrennen letztendlich mit verursacht.

Generell sind Säuren für den Körper zunächst einmal kein Problem, da der Körper verschiedenste Mechanismen hat, mit denen er die Säure neutralisieren kann. Wenn euer Körper allerdings permanent damit beschäftigt ist, gegen die Säure anzukämpfen und den Säure-Base Haushalt im Ausgleich zu halten, dann verliert ihr ganz viel Potential. Dieses Potential könnte stattdessen stoffwechselmäßig etwa einfach dafür Verwendung finden, dass ihr euch besser erholt.

In dem Moment, wo euer Körper viel gegen Säure ankämpft, können entzündliche Prozesse schlechter verheilen und ihr erholt euch langsamer. Diese Tatsache können zahlreiche Ausdauersportler, die sich mittlerweile vegan ernähren, bestätigen. Vegane Sportler erholen sich schneller, haben mehr Ausdauer und können schlichtweg länger rennen. Das war auch bei mir so. Ich habe mich vom Training schneller erholt und meine Gelenkschmerzen sind bedeutend weniger geworden. All die Dinge, die mit Entzündungen durch Leistungssport zu tun haben, sind sehr viel besser geworden, seitdem ich von den tierischen Produkten weggegangen bin.

Dass das nicht nur bei mir so ist, habe ich schnell gemerkt. Als ich auf vegan umgestiegen bin, habe ich das ganze meiner Mutter mitgeteilt, die anfangs total skeptisch war. Ich sagte, dass der Verzicht auf tierische Produkte mir sehr gut gegen Entzündungen helfe. Meine Mutter hat Rheuma und dementsprechend sehr viel mit schmerzhaften Entzündungen zu kämpfen. Ich hab ihr gesagt, sie solle die vegane Ernährung für ein paar Wochen ausprobieren und dann schauen was passiert. Mittlerweile ist sie 3 Jahre vegan. Sie konnte letztendlich alle Schmerzmittel weglassen und das Rheumamittel, das sie bekommt auf ein absolutes Minimum herunterreduzieren.

Der Wechsel zur veganen Ernährung funktioniert wirklich und ich würde es absolut jedem empfehlen, der als Vegetarier überlegt zu wechseln. Leuten, denen der Umschwung von vegetarisch hin zu vegan sehr schwer fällt, rate ich Folgendes: Versucht es mal 4 Wochen vegan und schaut dann, was in den 4 Wochen passiert.

Das fängt dabei an, dass ihr euch schlau macht, was es an Käse Alternativen, Joghurt Alternativen und weiteren Alternativen gibt, für Produkte die ihr eben gewöhnlich verzehrt. Es gibt für zahlreiche tierische Erzeugnisse sehr gute Ersatzprodukte. Diese sind zwar nicht supergesund oder sonst irgendwas, aber ihr habt damit definitiv kein Säureproblem. Ich habe bereits beim Umstieg von Milch auf Sojamilch gemerkt, dass das ein riesiger Fortschritt für mich ist.

Was ihr in den 4 Wochen merkt ist:

  1. Es ist nicht so schlimm wie man denkt
  2. Die Vorteile sind so überzeugend, dass ihr in der Regel vegan bleibt

Nur wenn man sich eben vorstellt, auf vegan zu wechseln um dann für immer dabei zu bleiben, dann kann sich das schon ein bisschen gruselig anfühlen. Daher: Versucht es mal für 4 Wochen und entscheidet dann, ob ihr dabei bleibt oder nicht. Die meisten bleiben dabei.

Sind deine Fotos mit Photoshop bearbeitet?

Nein. Es sei denn, es handelt sich um Werbeshootings, da macht der Fotograf mit Sicherheit irgendwas mit Photoshop. Aber ich hab keine Ahnung, auf was die Frage hinausläuft. Falls ihr denkt, dass ich in Wirklichkeit eigentlich 50 kg wiege: nein. Ich sehe schon so aus, wie auf den Fotos. Es gibt ja auch ganz viele Fotos, wo ich auf Veranstaltungen unterwegs bin und so weiter, da kann man ja vergleichen, ob ich da so furchtbar anders aussehe, als auf den anderen Fotos. Das geht schon alles mit rechten Dingen zu.

Bis zu welchem Alter kann man Muskelmasse aufbauen und wie funktioniert das? Wenige Wiederholungen mit viel Gewicht oder anders herum? Wie viel „Pain“ muss sein für echten „Gain“?

Das ist eine sehr allgemeine Frage, die vermutlich den Rahmen hier sprengen würde. Ich werde trotzdem versuchen, die Frage ansatzweise zu beantworten.

Es gibt eigentlich kein Maximalalter, in dem Aufbautraining keinen Sinn mehr macht. Theoretisch kannst du mit 70 noch anfangen, Krafttraining zu machen. Du musst natürlich Rücksicht darauf nehmen, dass dein Körper einfach nicht mehr so viel abkann, wie der eines 30 oder 20 Jährigen. Ansonsten gibt es da aber keine Grenzen. Gerade im Alter geht es vor allem darum, nicht nur aufzubauen, sondern eben auch zu erhalten. Hierfür ist Krafttraining eine tolle Möglichkeit, wenn man es vernünftig aufzieht.

Was die Details angeht, d.h. wie viele Wiederholungen und so weiter: Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Leute reagieren unterschiedlich auf leichtes und schweres Training. Zudem hat es auch viel mit den individuellen Präferenzen zu tun. Manche mögen es einfach nicht, schwer zu trainieren, da man es mehr am passiven Bewegungsapparat spürt. Es kann beides funktionieren, es kommt aber immer auch darauf an, wie man es aufzieht.

Zum Stichwort Pain & Gain: Der Grund, warum Krafttraining funktioniert ist, dass man den Körper in einen Bereich bringt, wo er eine Grenzerfahrung macht und der Stoffwechsel und Muskel an seine Grenzen gebracht wird. Dies führt dazu, dass der Stoffwechsel, Muskel und die biologischen Systeme darauf reagieren, indem sie zunächst einmal den Stress und die kleinen Schäden reparieren.

Danach geht der Körper an diese Stelle und baut noch etwas an zusätzlichen Leistungsreserven auf. Der Muskel repariert sich und wird noch ein bisschen stärker, als er vorher war. Das passiert, wenn es richtig getimt ist: Man wartet solange, bis der Körper optimal regeneriert hat und diese zusätzlichen Reserven aufgebaut hat und gibt dann einen neuen Reiz.

So kann man das immer weiter treiben und immer stärker und massiver werden. Was jedoch das Feintuning angeht: Das ist so komplex und wenn ihr es ganz genau wissen wollt, dann empfehle ich euch hierzu mein 2. Buch. In meinem Buch „Funktionelles Krafttraining für Helden“ werden genau solche Fragen zu den Trainingswissenschaften und wie richtiges Training funktioniert, ausführlich beantwortet.

 

Hast du eine Empfehlung für veganes Proteinpulver? (möglichst preisgünstig und woher) Sind die meisten überhaupt vegan?

Proteinpulver an sich können vegan und nicht vegan sein. Die meisten basieren auf Molke und Milch als Proteinquelle, d.h. die meisten Pulver sind nicht vegan. Wenn ich will, dass das Proteinpulver vegan ist, dann muss ich einfach auf die Verpackung schauen. Wenn es vegan ist, dann wird es irgendwo drauf stehen. Davon abgesehen befindet sich dieses Video auf dem YouTube Kanal und auf der Facebook Seite von VegiFEEL. Die Marke VegiFEEL vertreibt und produziert das vegan Protein, d.h. also, wenn es hier darum geht eine Empfehlung auszusprechen, dann würde ich natürlich genau das vegan Protein von VegiFEEL empfehlen.

Es ging uns bei VegiFEEL einfach darum, ein Produkt zu haben, das funktioniert, vernünftig schmeckt und gleichzeitig eben auch physiologisch gut ist. Warum? Ganz einfach deshalb: Etwa einem Hardcore Bodybuilder ist der Geschmack relativ egal, dem kannst du eine ganz furchtbare Plörre vorsetzen. Wenn du ihm sagst, davon wachsen seine Muskeln, dann würde er das vermutlich trinken. Ich weiß wovon ich spreche, ich bin selber so jemand.

Die meisten Leute sind aber nicht so drauf. Die meisten Leute wollen dann doch lieber, dass es auch einigermaßen vernünftig schmeckt. Und das ist bei veganen Proteinpulvern tatsächlich ein Problem, da viele geschmacklich einfach ganz grausam sind. Also nicht nur „nicht so toll“, sondern wirklich grausam. Und das sag ich jetzt als jemand, der eigentlich recht hartgesotten ist und wirklich schon schlimme Sachen gewohnt ist, aber bei vielen veganen Proteinpulvern ist es einfach so: Die gehen überhaupt nicht.

Wir haben deshalb etwas entwickelt, was ernährungsphysiologisch wertvoll ist und richtig gut für den Aufbau funktioniert. Das vegan Protein versorgt den Körper optimal mit allen Aminosäuren. Wir haben 4 verschiedene Rohstoff Komponenten und damit eine wirklich breit aufgebaute Proteinquelle mit verschiedenen Rohstoffen. Die Ergebnisse sind super, ich selber nutze das vegan Protein ja auch als Proteinquelle vorm Training und für meine Smoothies.

Der ernährungsphysiologische Faktor des vegan Proteins ist optimal und davon abgesehen schmeckt das Zeug auch noch gut. Die Idee ist einfach, dass wir eben auch Leute, die sonst ein veganes Proteinpulver aufgrund des Geschmacks ablehnen würden, mit ins Boot holen. Das müssen auch nicht nur Veganer sein. Idealerweise kann das auch jemand sein, der eigentlich nicht vegan ist, aber statt dem ständigen Verzehr von Milchprodukten lieber auf ein veganes Protein zurückgreifen will.

Meine Empfehlung für veganes Proteinpulver ist daher ganz klar das Protein von VegiFEEL. Hier befindet Ihr euch sozusagen schon an der Quelle.

 

Was sind deiner Meinung und Erfahrung nach die besten veganen Eiweißquellen um ein möglichst großes Aminosäureprofil zu erhalten?

Was sich immer gut macht ist eine Kombination aus Hülsenfrüchten und Getreide. Das haben wir auch bei unserem vegan Protein umgesetzt. Im VegiFEEL Protein haben wir als Vertreter für Getreide Reisprotein und auf der anderen Seite Erbsenprotein mit drin. Neben diesen beiden Rohstoffen enthält das vegan Protein außerdem noch Hanfprotein und Johannesbrotkeimlingsprotein.

Wenn ich esse, dann nehme ich auch viele solcher Kombinationen von Hülsenfrüchten und Reis zu mir. Das klingt jetzt irgendwie so, als wäre es kompliziert, aber es ist eigentlich total easy. Das kann dann zum Beispiel so aussehen, dass ich ein Reisgericht mit einem Eintopf, wie etwa Bohneneintopf kombiniere. In dem Eintopf habe ich zum Beispiel Bohnen, Erbsen, Linsen oder sonstige Hülsenfrüchte und esse dazu Reis als Beilage.

Ich nutze ausschließlich weißen Reis, da ich sehr gerne Basmati esse. Ich bin gebürtiger Iraner und da ist Reis einfach so ein Kulturgut. Außerdem kommt brauner Reis für mich aus kulinarischen Gründen nicht in Frage, auch wenn ich weiß, dass dieser ernährungsphysiologisch besser ist. In dem Fall ist es mir egal. Ich bin so ein Feinschmecker, ich brauche meinen Basmati Reis, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. Reis und Eintopf ist aber auf jeden Fall eine relativ einfache Möglichkeit zu kombinieren.

 

Warum kein gekeimtes oder fermentiertes Protein?

In unserem vegan Protein haben wir einen gewissen Anteil gekeimtes Protein. Wir haben versucht, einen guten Mix aus verschiedenen Proteinen zu erhalten und haben deswegen unter anderem etwa das Johannesbrotkeimlingsprotein mit drin. Das ist ein gekeimtes Protein.

Fermentiertes Protein ist nicht im VegiFEEL Protein enthalten, es war einfach nicht nötig. Wir haben ohnedies einen schönen Mix erhalten, sodass es nicht notwendig war, noch ein fermentiertes Brot hinzuzunehmen. Das mit dem fermentieren ist so eine Sache: Man macht das eben vor allem dann, wenn der Rohstoff eher problematisch ist, wie z.B. bei Soja. Hier wird fermentiert, um das Produkt einfach genießbar zu machen.

Das Problem hatten wir bei unseren Rohstoffen nicht. Wir haben bereits sehr gute Rohstoffe, eines davon eben auch von Keimlingen und die sind gut so, wie sie sind. Beim fermentieren ergibt sich dann eben noch ein zusätzliches Problem: Zum einen hätten wir wahrscheinlich keine signifikante Verbesserung gehabt, wenn wir irgendetwas davon fermentiert hätten und zum anderen heißt Fermentieren eben immer auch, dass sich das auf den Geschmack auswirkt. Bei fermentierten Protein ist das oft ein bisschen problematisch. Das Protein hat häufig schon einen sehr gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack und es ist schwierig daraus ein richtig leckeres Produkt zu machen.

Uns war es wichtig ein Produkt zu bekommen, das wirklich lecker ist. Und das nicht nur für die, die wirklich hartgesotten sind, sondern auch für jemanden, der hobbymäßig trainiert oder gar nicht trainiert und ab und zu mal einen Shake trinkt, um die Proteinversorgung zu erhöhen.